Verlagerter Zahn: Einer Zahnretention vorbeugen und Abhilfe schaffen

Verlagerter Zahn: Einer Zahnretention vorbeugen und Abhilfe schaffen

Veröffentlicht am 18. Mai 2026
Aktualisiert am 18. Mai 2026
Lesezeit: 5 min
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Was nennt man eine Zahnretention? Was sind ihre Ursachen und Folgen? Wie erkennt und behandelt man sie wirksam? Erläuterungen.

Was ist die Zahnretention?

Ein verlagerter Zahn ist ein bleibender Zahn, der nicht durchbrechen kann und im Kieferknochen unter dem Zahnfleisch «eingeschlossen» bleibt. Die Zahnretention ist zugleich selten und häufig: nicht alle Zähne sind tatsächlich auf dieselbe Weise dieser Anomalie ausgesetzt.

Die klinischen Beobachtungen zeigen eindeutig, dass die Weisheitszähne am häufigsten von diesem Phänomen betroffen sind; auch die oberen Eckzähne können betroffen sein. Schließlich kann diese Affektion auch die Schneidezähne betreffen, aber die Fälle bleiben sehr selten: weniger als 1 % der gestellten Diagnosen, gegenüber bis zu 15 % der Bevölkerung für die Weisheitszähne.

Vielfältige Ursachen für ein und dasselbe Übel

Verschiedene Faktoren können angeführt werden, um den Ursprung einer Zahnretention zu erklären.

Sie kann aus einer schlechten Zahnstellung resultieren, die für einen Platzmangel verantwortlich ist, der den Durchbruch des Zahns verhindert und ihn verlagert hält, oder aus dem Vorhandensein einer Zyste oder einer Ankylose des Zahnkeims. Bezüglich letzterer Situation ist die Ankylose durch die Zerstörung des Parodontalligaments unter dem Einfluss einer knöchernen Brücke gekennzeichnet: die Wurzel findet sich dann fest mit dem Alveolarknochen verwachsen.

Zudem erklären sich einige Zahnretentionen durch das Vorhandensein überzähliger Zähne: diese überzähligen Zähne treten häufiger im bleibenden Gebiss als im temporären Gebiss (Milchzähne) auf.

Obwohl die Schneidezähne wenig von einer Verlagerung betroffen sind, lohnt es sich an dieser Stelle, beim am häufigsten identifizierten überzähligen Zahn zu verweilen: dem Mesiodens. Es handelt sich um einen zusätzlichen Zahn, der zwischen den beiden mittleren Schneidezähnen des Oberkiefers lokalisiert ist.

  • Wenn er zwischen den Wurzeln der beiden Schneidezähne verlagert ist, kann er einen verspäteten Durchbruch oder eine Fehlstellung dieser 2 Schneidezähne verursachen.
  • In anderen Fällen ist er auf den Zahnbogen durchgebrochen und kann den Durchbruch eines oberen Schneidezahns verhindern oder seinen normalen Verlauf umlenken.

Aus Sicht der Ursache-Wirkung-Beziehung bleibt der Mesiodens bis heute unerklärt. Die derzeit favorisierte Hypothese spricht von der Lamina (zahnerzeugendes Gewebe), die ihre Aktivität abnormal im Gaumengewölbe verlängern würde, woher diese zusätzlichen Zähne stammen.

Schließlich muss man wissen, dass ein länger zurückliegender Schlag auf einen Milchzahn (der dabei den Zahnkeim beeinträchtigt hat) eine Verlagerung erklären kann. Der Bruch der Eruptionsdynamik (normaler Durchbruch des bleibenden Gebisses) ist dann die direkte Folge und stellt eine ernste Anomalie dar.

Vorbeugen ist besser als heilen

Eine eventuelle Zahnretention wird durch eine Panoramaröntgenaufnahme erkannt, deren Anfertigung beim Kind zwischen 6 und 12 Jahren empfohlen wird. Wenn eine Übernahme durch die Krankenkasse erforderlich ist, ist es besser, vorausschauend zu handeln: die vollständige Erstattung der Behandlung ist über das 16. Lebensjahr des Kindes hinaus nicht mehr möglich. Die Behandlung variiert je nach Form des verlagerten Zahns und Ursache der Verlagerung.

Kieferorthopädische Maßnahmen werden notwendig sein, um den für den Durchbruch des verlagerten Zahns unerlässlichen Platz zu schaffen und ihm den natürlichen oder chirurgischen Durchbruch (Freilegung und anschließender Zug am verlagerten Zahn) zu ermöglichen.

Es sei daran erinnert, dass eine Zahnretention eine spezifische Behandlung erfordert: es ist daher ratsam, sich so früh wie möglich an Ihren Zahnarzt in Cannes zu wenden, um das weitere Vorgehen zu erfahren.