Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie Oberkiefer-Osteotomie: Prinzip und Nachsorge

Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie Oberkiefer-Osteotomie: Prinzip und Nachsorge

Veröffentlicht am 27. Mai 2026
Aktualisiert am 27. Mai 2026
Lesezeit: 5 min
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Diese Kiefer- und Gesichtschirurgie (auch Oberkiefer-Osteotomie genannt) ermöglicht es, eine korrekte Positionierung des Oberkiefers wiederzuerlangen. Der Eingriff kann in verschiedenen Konstellationen erforderlich werden. Er folgt einem präzisen Ablauf und erfordert die Beachtung mehrerer Vorsichtsmaßnahmen, sowohl vor als auch nach der Operation. Hier ein vollständiger Überblick über ihren Nutzen und die für die Patienten zu befolgenden Schritte.

Das Prinzip der Operation

Eine Kieferchirurgie wird durchgeführt, um Knochensegmente neu zu positionieren und den Oberkiefer perfekt in seine normale Lage zu bringen. Sie ist bei Personen mit einer Anomalie der Zahnokklusion indiziert. Wenn der Kiefer schlecht positioniert ist, greifen die Zähne nicht korrekt ineinander und zahlreiche Probleme können auftreten. Insbesondere zu nennen sind ein offener Frontbiss, sehr sichtbares Zahnfleisch oder eine Retromaxillie.

Diese Störungen verursachen sowohl ästhetische Beeinträchtigungen bei den Patienten als auch alltägliche Schwierigkeiten wie Hemmungen beim Sprechen oder Essen, Klicken und Kontrakturen des Kiefers, Schmerzen oder ein Risiko der Zahnlockerung. Daher sollte der Eingriff so bald wie möglich durchgeführt werden, meistens ergänzend zu einer kieferorthopädischen Behandlung. Je nach Situation können weitere Eingriffe erforderlich sein, insbesondere im Bereich des Kinns.

Vorsichtsmaßnahmen und Ablauf der Operation

Dieser gängige chirurgische Eingriff ist für den Patienten ungefährlich. Vor der Operation werden Konsultationen mit einem Chirurgen organisiert, um den Zustand des Kiefers zu prüfen und den Ablauf des Eingriffs zu festzulegen. Es ist zwingend erforderlich, in den 10 Tagen vor der Operation nicht zu rauchen, keinen Alkohol zu konsumieren, nicht scharf zu essen und kein Aspirin einzunehmen. Diese Regel muss anschließend bis zur Heilung eingehalten werden. Am Operationstag muss zudem ab Mitternacht nüchtern geblieben werden.

Im Fall einer Oberkiefer-Osteotomie ist ein Krankenhausaufenthalt von 1 bis 3 Tagen die Norm. Unter Vollnarkose dauert der Eingriff zwischen 1 und 3 Stunden. Dabei werden Schnitte in der Mundschleimhaut vorgenommen (sie bleiben von außen unsichtbar). Anschließend wird der Oberkiefer oberhalb der Zähne durchtrennt, um in den gewünschten Bereich verschoben zu werden. Computergesteuert wird die Operation mithilfe maßgefertigter Schienen durchgeführt. Die Knochenfragmente werden mit Schrauben und Miniplatten aus Titan fixiert, anschließend wird der Einschnitt mit resorbierbaren Fäden verschlossen.

Am Folgetag werden Gummibänder eingesetzt, um die Kiefer nach dieser Verschiebung zu begleiten.

Nachsorge und Ergebnisse

Nach dem Eingriff kann eine Schwellung im Bereich der Wangen und der Lippen auftreten, auf die Eisbeutel aufgelegt werden müssen. Leichtes Nasenbluten ist in den ersten Tagen möglich. Bei Schmerzen wird die Einnahme von Schmerzmitteln empfohlen.

In der ersten Phase wird eine eingeschränkte Mundöffnung erforderlich sein. Bei den Mahlzeiten sind weiche oder pürierte Speisen zu bevorzugen. Nach etwa zehn Tagen wird eine postoperative Konsultation geplant. Zur Vermeidung möglicher Komplikationen erstreckt sich eine medizinische Nachsorge über mehrere Monate.

Die Operation kann zu einer Arbeitsunfähigkeit von 2 bis 5 Wochen führen. Eine gute Zahn- und Ernährungshygiene ist zu beachten, mit der Verwendung von Mundspülungen. Eine Rehabilitation der Gelenke kann eingesetzt werden, um die Beweglichkeit des Kiefers schnell wiederzuerlangen.