Bruxismus oder Zähneknirschen

Bruxismus oder Zähneknirschen

Veröffentlicht am 2. Mai 2026
Aktualisiert am 2. Mai 2026
Lesezeit: 5 min
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Manche Menschen, Kinder wie Erwachsene, knirschen im Schlaf mit den Zähnen. Dieses Phänomen erzeugt Reibegeräusche, die das Umfeld stören. Aber was ist das genau, was sind die Ursachen und wie kann man es beheben?

Die Ursachen des Bruxismus

Zunächst sei klargestellt, dass Zähneknirschen niemals ein willentlicher Akt ist. Diese Störung ist durch ein Zusammenpressen der Zähne ohne damit verbundenes Schlucken oder Kauen gekennzeichnet. Der Kauapparat bleibt in diesem Moment unbeweglich. Ein Geräusch entsteht durch eine seitliche oder Vor- und Zurückreibung, während der sich der Unterkiefer bewegt.

Die Hauptauslöser des Zähneknirschens sind psychologische und emotionale Faktoren sowie Stress. Dieses Phänomen kann auch aus Angst oder einem Zustand des Zorns resultieren. Die am meisten von Bruxismus betroffenen Personen sind nervöse, kompetitive und hyperaktive Menschen.

Zudem gehört die Stellung der Zähne zu den Elementen, die ihr Knirschen verursachen. Fehlende oder schlecht ausgerichtete Zähne können ursächlich sein.

Man muss auch wissen, dass Allergien, Ohrenschmerzen oder ein Zahndurchbruch bei Kindern Zähneknirschen verursachen können. Schließlich gibt es erbliche Formen des Bruxismus.

Die Folgen des Zähneknirschens

Etwa 15 % der französischen Bevölkerung sind betroffen; der Bruxismus besteht darin, die Zähne so zusammenzupressen, dass Geräusche entstehen, die das Umfeld nachts stören. Über das störende Geräusch hinaus führt er zu einem frühen Zahnverschleiß, der bei Kindern besonders ausgeprägt ist. Er ermüdet auch die Kiefermuskeln, kann die Unterkieferbewegungen einschränken und Schmerzen in der Nähe des Ohrs verursachen.

Diese orale Parafunktion ist Ursache verschiedener, manchmal sogar einschränkender Beschwerden. Sie äußert sich insbesondere durch morgendliche Kopfschmerzen, aber auch durch Zahnschmerzen, Gesichtsschmerzen und Schmerzen der Kiefergelenke.

Die Betroffenen können überempfindlich auf Hitze und Kälte reagieren und häufig Muskelkater im Kieferbereich verspüren. Diese Parafunktion setzt zudem einem Risiko von Zahnfraktur oder Zahnlockerung aus. Zähneknirschen kann schließlich das posturale Gleichgewicht von Nacken, Hals und Rücken stören.

Die Behandlungen gegen Zähneknirschen

Zähneknirschen ist eine Parafunktion, die behandelt werden muss, um ihre zerstörerischen Auswirkungen auf den Kiefer zu begrenzen. Das am häufigsten verwendete Hilfsmittel ist die orale Orthese oder Aufbissschiene, ein abnehmbares Gerät aus Kunststoff, das nachts auf einen Zahnbogen aufgesetzt wird. Diese Orthese schützt die Zähne auch dann, wenn das Knirschen während des Schlafes weitergeht. Die Antibruxismusschiene erlaubt es, übermäßigen Verschleiß und Zahnverlagerungen zu verhindern.

Sie entlastet auch die Kiefergelenke sowie die zugehörige Muskulatur.